Wir würden uns als Betreuer/Gutachter gern engagieren, wenn sich jemand im Rahmen einer Bachelor-Thesis, Master-Thesis oder Dissertation mit dem im Folgenden dargelegten Themenkomplex auseinandersetzen würde:

Kleine Manufakturen und Erzeuger verbrauchsfertiger landwirtschaftlicher Produkte haben oft Schwierigkeiten, über ihren Stammkundenkreis und die Laufkundschaft ihrer Verkaufsstelle(n) hinaus Neukunden zu gewinnen. Somit ist dem betriebliche Wachstum über Absatzsteigerung eine Grenze gesetzt. Für den Sprung zur Belieferung des Großhandels oder umsatzstarker Online-Händler fehlt den Produzenten jedoch das erforderliche Mengengerüst, die freien Mitarbeiterstunden bzw. überhaupt qualifiziertes Personal für diesen Abnehmerkreis. Zudem wird dort ein Segment betreten, in dem die Abgabepreise stärker unter Druck stehen, so daß unter Umständen die Marge signifikant sinkt.

Für diesen Produzentenkreis scheint der Online-Shop eine Lösung zu bieten. Aber zu wenige Besucher der Webseite, hohe Porto- und Verpackungskosten, eine schlechte Ökobilanz des Versandwegs und andere Probleme lassen den durchschlagenden Erfolg oft nicht entstehen.

Hier soll angesetzt werden: läßt sich den skizzierten Problemen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Markting, ökologischem Fußabdruck etc. beikommen, indem sich kleine Manufakturen und Erzeuger miteinandern und ggf. mit lokalen Einzelhändlern intelligent vernetzen? Kann mit einem integrierten Shop- und Vertriebssystem die Aufmerksamkeit der Kunden so stark gebündelt, können die Versand- und ökologischen Kosten pro abgesetzte Einheit genug gesenkt, kann zusammen ein signifikant attraktiveres Einkaufserlebnis geschaffen werden als allein? Kann der Netzeffekt regionalen Erzeugern helfen?

Es sollte ein überblickshafter Vergleich hinsichtlich Markteting, Reichweite, User Experience, Vollkosten, Öko-Footprint (Literaturwerte) und anderen relevanten Parametern zwischen am Markt vorzufindenen Vertriebssystemen und innovativen, so noch nicht umgesetzten Ansätzen vorgenommen werden.

Einige mögliche zu untersuchende Vertriebswege:

  • Eigener Hofladen
  • Direkte Belieferung von Hofläden, Bioläden, Bio-Supermärkten und Einzelhändlern mit regionalem Teilsortiment (z.B. eine REWE-Filiale vor Ort)
  • Belieferung von Großhandel, Ketten und Online-Händlern
  • Onlineshop + Paketversand klassisch
  • Multi-Store (also ein „Shopping-Portal“, das Bestellungen an Produzenten vermittelt, die dann einzeln verschicken und abrechnen/Sammelabrechnung)
  • Einzellieferung per Paktetdienst an Abholstellen (Hofläden, Bioläden etc.)
  • Sammellieferung per Tour durch einen Kurier an Abholstellen (Hofläden, Bioläden etc.)
  • Einzellieferung per Paketdienst an lokale Lieferdienste (à la „Gemüsekiste“)
  • Sammellieferung per Tour durch einen Kurier an lokale Lieferdienste (à la „Gemüsekiste“)
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