Gutes von hier-Direktvermarktertüte: Produktenwicklung, Kalkulation und Projektierung: mit dieser Projektbezeichnung starteten wir 8 Studierenden der HfWU im Oktober in unser Projekt. Was uns genau damit erwartete, konnten wir nur dabei nur erahnen. Aber nach dem ersten Treffen mit unseren beiden Betreuern Dr. Fritz Feger und Prof. Dr. Ludger Hinners wussten wir genauer Bescheid: Unsere Aufgabe sollte es sein, eine Tüte zu entwickeln, in der alle Zutaten für ein Gericht enthalten sind – mit  Ausnahme des Produkts, das der Direktvermarkter selbst erzeugt und vermarktet. Mit dieser Kochtüte Direktvermarktern ein Zukaufartikel auf den Leib geschneidert werden, der neben seiner Wiederverkaufsmarge vor allem dadurch attraktiv ist, daß er den Absatz seines eigenen Erzeugnisses fördert. Der Direktvermarkter kann dem Endkunden eine Idee anbieten, was man mit seinem Produkt anfangen kann, und ihm die Zubereitung einer kompletten Mahlzeit durch eine Tüte mit allen erforderlichen Zutaten plus Rezept so einfach wie möglich machen.

Passend zur Ausrichtung der Reihe „Gutes von hier“ auf Regionalität entschieden wir uns für ein schwäbisches Nationalgericht, nämlich Linsen mit selbstgemachten Spätzle und Bauchspeck, wobei das Direktvermarkterprodukt das Ei sein sollte.

Neben einigen fröhlichen Probeessen mussten Produzenten von Linsen, Mehl, Essig, einer Kräutermischung und Bauchspeck gefunden werden. Außerdem stand die Suche nach einer geeigneten Verpackung, Text und Design von Rezept und Aufkleber sowie diverser weiterer Dinge auf dem Plan. Verpackt werden soll die Tüte von der Behindertenförderung Linsenhofen e.V., die wir natürlich nicht nur wegen des Namens ausgewählt haben, sondern auch, um die Arbeit mit Menschen mit Behinderung zu unterstützen – auch dies Kernbestand des Konzepts von „Gutes von hier“. Nach einem Semester Arbeit konnten wir am Ende dann stolz unsere Tüte mit dem Namen „ Schwaben Schmaus – Alles außer Eiern“ vorstellen.

Allerdings mussten wir auch feststellen, dass noch viel mehr Arbeit in die Tüte gesteckt werden muss, um sie verkaufsfertig zu machen. Von Herrn Feger bekamen wir das Angebot, weiter an der Realisierung der Tüte zu arbeiten. Aus der ehemaligen Gruppe von 8 Studierenden sind wir noch zu dritt weiter engagiert dabei. Nach einem ersten Brainstorming sind auch noch einige Aufgaben zu erledigen. So wird der Bauchspeck wegen der zu kurzen Haltbarkeit durch Saitenwürste ersetzt; zusätzlich zur Kräutermischung soll es (getrocknetes) Suppengrün geben, und auch ein Lorbeerblatt darf nicht fehlen. Heute abend treffen wir uns in der Küche, um das leckerstmögliche Rezept zu ermitteln.

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